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THE DEN AT YALA

Das Hotel "The Den at Yala" hatten wir aufgrund seiner Lage ausgewählt, da wir keinesfalls im überfüllten Süden des Yala-Nationalparks wohnen und morgens in der Schlange am stark frequentierten Haupttor stehen und fahren wollten. Von Kataragama aus aus erreicht man schnell und bequem zwei weniger frequentierte Zugänge zu den Zonen 5 und 6 durch das Galge Gate weiter nördlich, sowie zur Zone 1c ganz in der Nähe.

Die kleine, exklusive Boutique-Lodge in der Nähe von Kataragama ist somit strategisch günstig für Safaris gelegen. Es handelt sich um eine persönliche, ruhige Unterkunft abseits der großen Resorts mit nur drei Gästezimmern. Im vierten Raum lebt der Besitzer Gabriel mit seiner Familie, wenn sie vor Ort sind und nicht zu Hause in Colombo. Mit ihm hatten wir bereits vorab einen sehr netten Kontakt per WhatsApp. Die Anlage ist erst seit März 2025 geöffnet, und es wird stetig an weiteren Verbesserungen gearbeitet.

So ist geplant, Mitte 2026 für zwei Monate zu schließen, um die Ausstattung mit Whirlpools auf der Dachterrasse und eventuell kleine Plunge-Pools vor den Zimmern im Erdgeschoss zu ergänzen. Außerdem soll die Küche erweitert und im Restaurantbereich noch eine gemütliche Lounge-Ecke geschaffen werden.

Auch die Stromversorgung ist eine Besonderheit, denn "The Den" hat als erstes Grundstück in diesem Viertel eine Stromleitung von der Hauptstraße erhalten, sogar dreiphasig für den Betrieb der Klimaanlagen und Pumpen. Gegen eine finanzielle Beteiligung haben sich ganz schnell alle Nachbarn angeschlossen, die ihren Strom vorher teuer über eigene Dieselgeneratoren erzeugt haben. Ein eigenes Aggregat zur Überbrückung bei Stromausfällen wird hier ebenfalls noch aufgestellt werden, wobei am Eingangstor bereits das Gebäude für die projektierte 30-kW-Anlage steht.

Zwischen den Häusern mit den Zimmern und dem Restaurant verläuft ein höhergelgter Gehweg mit glattem Boden, man kann hier auch ohne Flip-Flops zum Essen laufen. Von der Lounge aus geht ein ähnlicher Pfad in Richtung Eingangstor, er liegt so hoch über dem Boden, dass man von dort ohne Klettern sehr bequem in den Safari-Jeep einsteigen kann.

Direkt auf dem Gelände lassen sich Pfauen, Affen und sehr viele Vögel beobachten. Auch der Teich am Rande des Grundstücks lockt, besonders in der Trockenzeit, zahlreiche Tiere an. Zum Frühstück kam sogar einmal ein Malabar-Hornvogel direkt auf den Platz vor dem offenen Restaurant. Vom Balkon und von der Dachterrasse aus konnten wir wunderbar in die Baumwipfel fotografieren, wobei die Merlin-App an einem Morgen in wenigen Minuten allein 15 verschiedene Vogelarten am Gesang erkannte.

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Die drei Hunde sind friedlich, dankbar für Aufmerksamkeit und begleiten die Gäste gerne bei Spaziergängen. Wir sind zum nahen Sambudu-Bodhiraja-Tempel gelaufen, haben dort Fotos gemacht und auf dem Weg einige Affen sowie Vögel beobachtet. Mehr dazu finden Sie auf der entsprechenden Unterseite.

Besonders herzlich und liebenswert ist die Familie, die auf dem Gelände wohnt und sich um die Gäste kümmert. Wenn das Englisch einmal nicht ausreicht, übersetzt der 14-jährige Sohn. Die Mutter ist eine hervorragende Köchin, während der Vater das Gelände pflegt und als Ansprechpartner fungiert, wenn der Besitzer Gabriel, der in Colombo wohnt, nicht vor Ort ist. Schöne Naturaufnahmen, die Gabriel selbst fotografiert hat, hängen gerahmt in den Zimmern und im Restaurant.

Das Personal und der Service erhalten völlig zurecht Top-Bewertungen, mit besonderem Lob für die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und das individuelle Engagement der Gastgeber. Da ich am Ankunftstag Geburtstag hatte, bekam ich am nächsten Tag sogar noch eine leckere Schokoladentorte mit persönlichem Schriftzug geschenkt.




Lage

Die Lodge liegt an der Sithulpawwa Road und ist nur etwa 15–25 Minuten von einem der Yala-Parkeingänge namens Katagamuwa-Eingang, zum Block 1 entfernt. Dadurch ist sie ideal für frühe Morgen- und Nachmittagssafaris, ohne lange Transferzeiten. Einen Besuch im 13 Kilometer entfernten Sithulpawwa-Felsentempel haben wir leider nicht geschafft.

Die Umgebung ist ländlich, grün und sehr ruhig, die Lage war für uns ideal. Man wohnt fast am Ende einer Sackgasse, die direkt am Zaun zum Nationalpark endet. An der Hauptstraße kann man einen kleinen Tempel besuchen.

Der Check In und Check Out war unkompliziert, man bekam bei Ankunft ein Begrüssungsgetränk und bei Abreise wurde ein Fahrer zur nächsten Unterkunft bestellt.

Der Sithulpawwa-Felsentempel ist von den Dachterrassen aus sichtbar, mit etwas mehr Zeit hätten wir auch noch den 6 km entfernten Kataragama-Tempel besuchen können.




Zimmer

Die vier Zimmer verteilen sich auf zwei Gebäude getrennt von Restaurant und Lounge. Unten und in der ersten Etage befindet sich jeweils ein Zimmer, ganz oben gibt es zudem eine Dachterrasse mit weitem Blick über den Dschungel. Von hier aus kann man Affen und Vögel hervorragend beobachten. Wir bekamen das obere Zimmer im zweiten Haus, direkt darunter wohnt der Besitzer mit seiner Familie.

Während unseres Aufenthalts waren jeweils nur zwei Zimmer belegt. Die Räumlichkeiten sind modern, blitzsauber, komfortabel und sorgfältig ausgestattet. An den Wänden hängen Bilder von Wildtieren, die Gabriel selbst fotografiert hat. Die Klimaanlage funktioniert sehr gut, zudem gibt es einen Ventilator, schnelles, kostenloses WLAN und sogar einen Fernseher mit Satelliten-TV.

Das Bett ist mit 2,29 x 2,29 Metern riesig, und wir haben auf den Memory-Schaum-Matratzen mit Daunenbettdecken und ägyptischer Baumwollbettwäsche wunderbar geschlafen.

Im Badezimmer fielen uns direkt einige Roststellen auf, die jedoch keinesfalls an mangelnder Pflege liegen. Das verwendete Brunnenwasser - da es hier keine öffentliche Wasserleitung gibt - ist extrem eisen- und mineralhaltig und führt innerhalb kürzester Zeit zu Ablagerungen. Einmal im Monat rückt eine teure Spezialfirma zur Reinigung an, da herkömmliche Hausmittel hier machtlos sind. Etwa alle sechs Monate müssen sogar die Armaturen komplett erneuert werden, so aggressiv wirken Eisen, Kalzium, Salz und Kohlensäure in dieser Region.

Das Wasser wurde bereits in einem chemischen Institut untersucht. Für Mitte 2026 plant Gabriel den Einbau einer exakt abgestimmten Filteranlage mit wechselbaren Holzkohlepatronen in die Wasserversorgung, um dieses Problem dauerhaft zu lösen.

Auf dem Balkon kann man auf Holzstühlen sitzen und direkt in die umliegenden Baumwipfel schauen, wobei auch ein kleiner Tisch vorhanden ist. Einen Schreibtisch gab es im Zimmer nicht, weshalb wir uns bei Bedarf einfach in den Restaurantbereich gesetzt haben.

Auch ein Kleiderschrank und somit Bügel waren nicht vorhanden, immerhin stand ein Kleiderständer in der Ecke, an dem ich meine langen Kleider aufhängen konnte. Da es jedoch ein drittes Bett im Zimmer gab, diente dieses als praktische Ablage für unsere Kleidung, sodass die Koffer platzsparend in einer Ecke verstaut werden konnten.




Frühstück

In diesem Hotel hatten wir Vollpension gebucht, wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, auch während der Ganztages-Safaris bestens verpflegt zu sein. Allerdings wurde uns hier zum Frühstück, Mittag- und Abendessen eine solche Fülle an Speisen serviert, dass wir es beim besten Willen nicht schaffen konnten.

Zum Frühstück gab es stets drei Sorten frisch aufgeschnittene Früchte. Dazu wählten wir aus dem Angebot meist leckeren Toast aus lokalem Bäcker-Weißbrot, Eier in verschiedenen Variationen und kleine Würstchen, die an Frankfurter erinnerten. Zusätzlich wurde oft ein Turm aus Pfannkuchen, frisches Kokos-Sambol (Pol Sambol), Butter und Marmelade aufgetischt. Es gab immer wieder kleine Variationen mit verschiedenem Angebot, aber es war schlichtweg jedes Mal viel zu viel.

Am ersten Morgen bekam ich sogar noch eine große Schokotorte mit meinem Namen drauf, nachträglich zum Geburtstag am Ankunftstag. Die war sehr lecker, aber wir konnten sie nicht ganz essen. Ein paar Stücke haben uns auf Safari geschmeckt, den Rest haben wir uns am Abend mit der Familie geteilt.

Am letzten Tag bestellten wir uns die hervorragenden Egg-Hoppers und Plain-Hoppers, die frisch, heiß und knusprig serviert wurden. Wie bereits befürchtet, war auch diese Portion wieder viel zu üppig, um sie komplett aufzuessen.

Für die Safaris bekamen wir nach unseren Wünschen zusammengestellte Lunchpakete in Frischhaltedosen mit. Unser Safari-Frühstück bestand aus dünn belegten Toastscheiben ohne Rand mit Hühnchencurry und einer Thermoskanne voll Kaffee. Für den Stopp am Mittag gab es drei Dosen mit verschiedenen Früchten sowie gebratenen Reis mit Hühnchen und dazu Salat oder Gemüse. Damit waren wir über den Tag bestens versorgt, zumal am Abend ja noch das reguläre Dinner auf uns wartete.




Kulinarisches

Hier gibt es gute Hausmannskost, sehr lecker und aus den verfügbaren Zutaten nach Wunsch zusammengestellt. Die Köchin wird in naher Zukunft eine größere Küche erhalten, da es in dem aktuellen Raum für die Vielfalt an Speisen doch sehr eng ist. Auf unseren Wunsch hin bekamen wir alles etwas kräftiger und schärfer zubereitet, als es die meisten Touristen bevorzugen. Interessanterweise essen viele Sri Lanker gar nicht so scharf und pikant, wie wir es mögen und es aus Südindien kennen.

Am Abend standen oft schon einige abgedeckte Tonschüsseln auf dem Tisch, da das Essen hier meist traditionell etwas abgekühlt genossen wird. Da die Gerichte wenig Fett enthalten, ist das jedoch keineswegs störend. Wir haben uns hier vor allem an die Currys gehalten, da uns im Ravana Garden zuvor oft die Sauce zum Reis gefehlt hatte.

Wir genossen Thunfisch, Hühnchen und Tintenfisch in gut gewürzter Sauce, dazu Linsendhal, das schön cremig gekocht und je nach Tag mit verschiedenen Gemüsesorten variiert wurde. Als Beilage gab es entweder gelben Reis, Kokosnuss-Roti oder Dosa-Fladen, wobei Letztere rechtzeitig am Vortag vorbestellt werden müssen.

Als Ergänzung dazu gab es einen frischen Salat aus Gurken, Zwiebeln und Ananas, garniert mit scharfen grünen Chilis, die man bei Bedarf einfach zur Seite legen konnte.

Ein Nachtisch passte eigentlich kaum noch hinein, aber Eis geht bekanntlich immer. Man hatte die Wahl zwischen Schokolade, Mango und Vanille. So konnten wir nicht widerstehen, nach fast jeder Mahlzeit im Restaurant noch ein Eis zu essen, meist Mango oder Schokolade, das in drei kleinen Kugeln serviert wurde. Einmal gab es zusätzlich die Schoko-Geburtstagstorte, von der uns sogar für die Safari noch einige Stücke eingepackt wurden, was unterwegs wunderbar schmeckte.

Bei einem noch längeren Aufenthalt wären wir wahrscheinlich irgendwann geplatzt.





Fazit

Eine sehr schöne Unterkunft, in Zukunft noch mit erweiterter und verbesserter Ausstattung. Gerne wieder, dann mit Direktbuchung und Halbpension.

Im Januar 2026 waren wir vier Nächte hier.

Hier ist ein Link zur schönen Webseite der Unterkunft The Den at Yala.

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