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RÜCKFAHRT ZUM GALGE GATE

Die Anfahrt und den Vormittag mit den Sichtungen habe ich auf der Seite Morgen in Block 5 beschrieben. Da wir eine Ganztages-Safari im Yala Nationalpark gebucht hatten, wurde gegen Mittag die Anzahl der Fahrzeuge geringer. Denn alle, die nur halbtags hier waren, mussten den Park verlassen.

Anders als in Block 1 muss man hier nicht genau zwei Stunden an einem vorgeschriebenen Platz rasten. Unser Fahrer war auf der Suche nach einem Ort, an dem wir aussteigen durften, und es wurde immer später. Wir hatten Hunger, denn so eine Fahrt ist doch sehr anstrengend, und die Pause zum Frühstück lag schon länger zurück.

Zum Mittagessen legten wir dann gegen 14:00 Uhr eine Pause an einem Haltepunkt direkt auf einem der Dämme, zwischen zwei Stauseen ein, wo dieser vor dem betonierten Überlauf eine kleine Insel mit etwas Buschwerk darauf bildete. Scheinbar war dies einer der offiziellen Orte, an denen man das Auto verlassen durfte, denn wir waren hier nicht die Einzigen.

Unser Fahrer bog auf eine kleine Lichtung in dem Wäldchen ab, dort gab es einige Steine und Baumstämme, die aber alle schon von anderen Besuchern besetzt waren.

Da es für uns leider keinerlei Sitzgelegenheiten mehr gab, genossen wir unser mitgebrachtes Essen im Stehen, aber nach dem langen Sitzen im Fahrzeug tat es gut, sich ein wenig die Beine zu vertreten. Währenddessen ließen wir den weiten Blick über die glitzernde Wasserfläche und die umliegende grüne Landschaft schweifen. Hier gab es viele Reiher, Störche sowie Adler, und ein Krokodil lag am gegenüberliegenden Ufer auf einer Sandbank. Nach einer Weile brachen die ersten Gäste der anderen Fahrzeuge auf, und wir konnten uns auf die dicken Steine setzen.

Diese raue und unverfälschte Art der Rast passte perfekt zu der wilden Atmosphäre der Blöcke 5 und 6, die uns mit ihrer Stille und den intensiven Tierbeobachtungen tief beeindruckt haben. Es gab hier nicht so viele andere Fahrzeuge wie im Block 1, den wir einen Tag später besucht haben. Aber wenn sich die wenigen Autos an einer Sichtung trafen, dann war es auch hier laut und stank nach Abgasen, so wie überall in den Nationalparks in Sri Lanka.

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Entlang der Kanäle blitzte immer wieder das leuchtende Blau der Eisvögel auf, die geduldig auf überhängenden Zweigen nach Beute lauerten. In den Bäumen am Ufer turnten Affen herum.

Unser Besuch im Block 5 des Yala-Nationalparks hielt noch weitere Tierbeobachtungen bereit. Besonders flink und faszinierend waren die Mungos, die immer wieder am Wegesrand auftauchten und neugierig durch das Unterholz huschten. Mutter und Kind unterhielten sich und ließen sich wie kleine Models gut und formatfüllend fotografieren.

Neben den majestätischen Elefanten, die in dieser Region in kleinen Gruppen durch das dichte Gebüsch zogen, konnten wir auch die hier seltene, farbenprächtige Racke beobachten. Ihr leuchtend blaues Gefieder war ein wunderbarer Kontrast zum satten Grün der Vegetation, während sie geduldig auf einem Ast verharrte, um im nächsten Moment im Sturzflug nach Insekten zu jagen.









Rückweg

Gegen Nachmittag wurde es noch einmal etwas hektisch, denn irgendwer hatte noch einen Leoparden gesichtet, und unser Fahrer wollte dort natürlich hin. Zusammen mit anderen Fahrzeugen fuhren wir durch den Wald, vorbei an einem kleinen, alten Tempel namens Weheragala. Doch leider ließ sich die Katze nicht mehr blicken.

Irgendwann war dann auch unsere Zeit abgelaufen, und wir mussten zurück zum Galge Gate, durch das wir am frühen Morgen hineingefahren waren. Pünktlich wenige Minuten vor der Schließung passierten wir die Schranke, wo wie bei der Einfahrt sorgfältig unsere Tickets geprüft und gestempelt wurden.

Nachdem wir das Nationalpark-Tor hinter uns gelassen hatten, war die Safari jedoch noch nicht zu Ende. Da es bereits zu dämmern begann, begegneten wir auf der öffentlichen Straße (B35) zwischen Buttala und Kataragama weiteren Elefanten, die sich im schwindenden Licht das Asphaltband als bequemen Weg ausgesucht hatten.

Es war ein beeindruckendes, wenn auch etwas unheimliches Erlebnis, diesen Riesen so nah und außerhalb des geschützten Parkgebiets zu begegnen.

Während es vollends dunkel wurde, führte uns der Rückweg schließlich durch die belebten Ortschaften der Region. Die nächtliche Fahrt durch die beleuchteten Straßen, vorbei an kleinen Geschäften und dem regen Treiben nach Sonnenuntergang, bildete einen lebhaften Abschluss für diesen ereignisreichen Tag in der Wildnis.










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