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Ravana GARDEN

Ursürünglich hatten wir eine Unterkunft mit einem Zimmer nahe dem Bundala Nationalpark an der Südküste von Sri Lanka gebucht. Doch der Pächter musste aufgeben, weil das Grundstück verkauft wurde. Aus dem ehemaligen idyllischen Ort wurde nun eine Luxusunterkunft für über 300 US Dollar. So mussten wir etwas für 3 Tage zwischen dem Lanka Beach Boutique Bungalows & Villa und dem The Den at Yala finden. Eine Verlängerung am Strand war leider nicht möglich, das Lanka Beach war bereits ausgebucht.

So kamen wir auf das Ravana Garden, die teuerste Unterkunft der Reise. Es gilt als eines der führenden nachhaltigen Boutique-Hotels in der Region Hambantota/Tangalle und wird als Eco-Luxury Hotel beschrieben, mit starkem Fokus auf erneuerbare Energien, Verzicht auf Einwegplastik, hohe Recyclingquote, Regenwassernutzung und Wassersparen. Das Hotel erhielt u. a. Eco-Zertifizierungen sowie Auszeichnungen für umweltfreundliche Hotellerie. Die Anlage wurde von bekannten sri-lankischen Architekten mit Fokus auf offene Bauweise und natürliche Belüftung entworfen.

Wir haben eine Weile überlegt und dann gebucht, denn im Preis war Vollpension enhalten und die vielen begeisterten Rezensionen ließen auf einen schönen Luxs-Aufenthalt in einem nachhaltigen Resort hoffen: man bezeichnet sich selbst als "Sustainable Luxury Boutique Hotel".

Leider erfüllte dieses Hotel nicht alle unsere Erwartungen und der Aufenthalt ließ uns etwas verwirrt und zwiegespalten zurück. Wir suchen eigentlich nie das "Haar in der Suppe" und sind relativ gelassen, wenn es mal kleinere Mängel gibt. Und wir sprechen es lieber vor Ort an, wenn etwas nicht gefällt als später eine fiese Bewertung zu schreiben.

Nach Ankunft und Begrüßungszeremonie wurde uns als nächstes die Rechung präsentiert und wir sollten den Aufenthalt erst einmal bezahlen. Das hat uns überrascht, allerdings passierte das auf dieser Reise später noch an mehreren Orten genauso. Danach wurden wir auf unser Zimmer in der ersten Etage gebracht. Schnell wurde klar: dieses Hotel war mal als Luxus angedacht, aber das Wetter und die salzhaltige Luft hatten dem Ganzen seit der Eröffnung 2018 schon ziemlich zugesetzt. Die Malerarbeiten waren auf untersten Niveau, die Kabel der bodennahen Beleuchtung entlang der Wege nur oberflächlich isoliert, die Nachttischlampen im Zimmer schon rostig und gemütliche Kissen oder Dekoration eher Mangelware.

Positiv waren wie so oft in Sri Lanka die netten und freundlichen Angestellten, die sich redlich bemühten. Es wurden ständig Blätter gefegt, auf Wünsche eingegangen und bei Reklamationen sofort gehandelt. Besonders hervorzuheben ist der nette und stets freundliche Nalin, der die Gäste bei Ausflügen in die Umgebung betreut und sich um die Instandsetzung im Auftrag des befreundeten Besizers kümmet. Man kann hier auch Fahrradtouren mit hauseigenen Rädern auf schlechten Wegen machen, wir sind lieber zu Fuß gegangen und haben Vögel an den Reisfeldern im Hinterland fotografiert.

Sri Lanka Logo

Da Nalin aber studierter Lebensmitteltechnologe war und nicht Gastgewerbe gelernt hat, wurden Vorschläge zur Verbesserung nachgefragt und auch direkt umgestzt. Es kam sogar noch während unseres Aufenthalts ein Elektriker, der die Lampen entlang der Wege neu verkabelte und Schutzhülsen anbrachte.

Ein riesiger Pluspunkt ist die einsame Lage des Hotels zwischen Strand und Reisfeldern. Direkt nebenan der neuste Nationalpark in Sri Lanka, der noch entwickelt wird. Mehr dazu auf der Seite Ussangoda Nationalpark. An der wilden Küste ist man fast alleine am Strand, so dass man einen Spaziergang dort in Ruhe genießen kann.

Auch der Pool war lang und sehr erfrischend. Bei Ankunft waren wir etwas enttäuscht, weil auf den Fotos dahinter eine Rasenfläche zu sehen war. Jetzt nur brauner Boden mit ein paar grünen Büscheln, das sah nicht so schön aus. Doch man sollte nicht vorschnell urteilen, einige riesige Wellen hatte bei einem Sturm im letzten Jahr den schönen Rasen ins Meer gespült und es dauert bis der wieder nachwächst, auch der Zugang zum Strand ist dadurch nicht mehr so flach wie auf alten Videos zu sehen, sondern der Sturm hat eine Kante in die Küste gerissen.

Sofort nach Ankunft wurde uns mitgeteilt, dass wir 25% Rabatt auf die Spa-Anwendungen bekommen. Ich hätte gerne eine Massage gehabt, aber Ganzkörper für weit über 100 Dollar? Das ist ja trotz Prozenten bei uns in Köln günstiger. Die Preise entsprachen denen eines Luxushotels, allerdings ließ das restliche Hotelambiente eher wenig Luxus erhoffen. Eine Massageraum in einer Hütte am Strand war schon zum Lager und zum Mahlen von Gewürzen umfuntioniert worden. Die wachsen im hauseigenen Garten und werden zu erstaunlich hohen Preisen verkauft. Direkt neben dem Wohnhaus für die Angestellten an der Straße befindet sich die kleine Gewürzmanufaktur.

Und wurde alles Mögliche versprochen: eine Führung in der Gewürzfabrik, eine Kräutergarten-Tour, meine geliebten Kokosnüse sollte ich bekommen, es würde Säfte und Kaffee auch außerhalb der Essenszeiten geben. Leider nichts davon freiwillig oder proaktiv angeboten und wir hatten irgendwann keine Lust mehr, alles mehrfach einzufordern und nachzufragen.





Lage

Ravana Garden liegt nahe dem kleinen Ort Nonagama, an der weniger touristischen und ruhigeren Südküste Sri Lankas. Die Unterkunft befindet sich abseits der Hauptküstenstraße und ist über schmale Feldwege zu erreichen. Umgeben ist das Hotel von tropischer Vegetation, den eignenen Gärten und ländlicher Umgebung mit Reisfeldern. Dadurch bietet das Hotel eine entspannte, naturnahe Atmosphäre, fernab der großen Strandorte.

Dieser Küstenabschnitt ist ideal für Reisende, die Erholung, lange Strandspaziergänge und wenig Massentourismus suchen. Schwimmen ist vor dem Hotel auf Grund der heftigen Brandung nicht möglich. Die Region ist Tsunami Zone.

200 Meter nach links sind ein paar Felsen im Meer, dort soll man angeblich schwimmen können. Doch auch hier sind die Wellen heftig, kurz vor Mittag kann man Schildkröten in der Barndung sehen, Auf der anderen Seite kann man bis zum örtlichen Fischerhafen laufen. Hinter der Kaimauer gibt es einen Badestrand, da waren wir aber nicht. Uns hat der schöne Pool gereicht.

Eine größere Stadt mit Hafen, Zoo, Salzseen und besserer Infrastruktur ist das 30 Kilometer entfernte Hambantota. Das Vogelschutzgebiet Bundala liegt 40 km von der Unterkunft Ravana Garden entfernt,




Zimmer

Das Hotel hat nur etwa neun Suiten, von denen während unseres Aufenthalts vier belegt waren.

Wir hatten die Junior Suite mit Balkon gemietet, das günstigste Zimmer im Haus. Eine lange, steile Treppe führt hinauf direkt ins Zimmer. Das Himmelbett war gemütlich, und wir haben dort sehr gut geschlafen, zumal ein Moskitonetz vorhanden war, auch wenn es bei unserem Aufenthalt nur wenige Mücken gab. Die bereits erwähnten Lampen sind oben am Lampenschirm zwar etwas verrostet, was jedoch leider eher minderwertig als rustikal wirkt.

Am Abreisetag hatte ich Geburtstag und erhielt bereits drei Tage zuvor bei der Ankunft ein "Happy Birthday" aus Blüten auf das Bett gelegt. Eine niedliche Geste, wenn auch etwas zu früh.

Das Bad ist ebenfalls sehr schön gestaltet, und die außen liegende Dusche funktioniert einwandfrei. Allerdings haben die Maler überall Kleckse hinterlassen und beim Streichen der Fenster auch Farbreste auf den Glasscheiben vergessen.

Es gab einen Spiegel mit Föhn, und daneben konnte man sich Tee oder Kaffee zubereiten. Zudem standen zwei Sessel im Zimmer, zwischen denen eine Art Anrichte platziert war, die man jedoch leider nicht als Schreibtisch nutzen konnte. Außerdem verfügte das Zimmer über einen zweitürigen Schrank mit einigen Bügeln und einem Safe.

Vom Balkon aus blickt man ins Grüne, dort befindet sich auch eine Badewanne - leider ohne warmes Wasser. Gegenüber steht eine breite Sitzbank mit einer Kunststoffmatte. Man konnte dort kaum sitzen, da sie zu tief zum Anlehnen und das Material zu unbequem war. Strandhandtücher suchte man im Zimmer zunächst vergeblich. Nachdem wir mit Nalin darüber gesprochen hatten, gab es am nächsten Tag jedoch Handtücher und dicke Rollen zum Anlehnen auf unserem Balkon. Es geht also doch.

Was uns gar nicht gefallen hat, war eine verdeckte Lüftungsöffnung unterhalb der Theke mit dem Wasserkocher, die durch die Wand nach außen offen stand. Durch die innen davor gemauerte Theke wirkte dies wie ein Schalltrichter aus Betonwänden, der alle Geräusche von draußen und damit aus der gegenüber liegenden Küche direkt ins Zimmer leitete. Jedes Topfklappern, jedes Gespräch der Gärtner war zu hören. Fahrer und Gäste, die bereits um vier Uhr morgens abgeholt wurden, rissen uns einmal aus dem Schlaf.

Hier fehlte von außen ein effektiver Schallschutz, denn Küchengeräusche lassen sich naturgemäß nicht abstellen. Die Lüftungsöffnung ist aufgrund der Luftfeuchtigkeit natürlich auch zwingend erforderlich. Nach unserer Beschwerde bot man uns am letzten Tag ein anderes Zimmer zur Besichtigung an und hatte auch eine Vorstellung, das Problem dauerhaft zu lösen.

Der alternative Bungalow hatte Strandblick, zwei Liegestühle, zwei Stühle und eine kleine Badewanne aus Beton. Der Raum war zwar größer, aber auch nicht gemütlicher als unser jetziger. Für eine einzige Nacht lohnte sich der Umzug nicht, weshalb wir trotz des netten Angebots im Zimmer blieben, um nicht erneut packen zu müssen.




Frühstück

Beim offenen Aufenthaltsraum und im Restaurant waren ständig die Fliegengitter herunter gelassen, obwohl es kaum Moskitos gab. Das trübte etwas die Aussicht. Der Zugang zur Dachterrasse erfolgte über eine schmale Treppe, oben angekommen standen kaputte Stühle herum und es wirkte nicht sehr gepflegt. Die Bar hier oben hat eine schöne Aussicht, das Platzangebot würde aber für die doppelte Belegung reichen und somit wurde eine gute Nutzung vermutlich nie erreicht. Von den Gästen hat sich hier keiner aufgehalten und die Mahlzeiten wurden im Restaurant darunter serviert.

Das Frühstück im Ravana Garden besteht aus vier Gängen. Zuerst bekamen wir jeden Tag eine Fruchtplatte, dazu ein Schnapsglas mit ganz klein geschnittenen Früchten der gleichen Sorten sowie einen täglich wechselnden frischen Fruchtsaft.

Es folgte ein Ständer mit Butter, Tamarindensauce, Marmelade und Frischkäse, dazu ein Korb mit Brot und Spezialitäten wie Mini-Roti, Kokosnussbrot und Kokis – knusprigen, rad- oder blumenförmigen Snacks aus Reis- oder Weizenmehl und Kokosmilch, die mit speziellen Formen in heißem Öl gebacken werden.

Am ersten Morgen zeigte man uns eine umfangreiche Karte mit verschiedenen Omeletts. Wir entschieden uns für das Sri-Lanka-Omelett und wollten am nächsten Tag die Variante mit Aloe Vera probieren. Als nächsten Gang gab es dann erneut eine Speise mit Ei: Egg Hoppers mit Plain Hoppers und dem passenden Curry dazu.

Leider sahen wir diese Karte nie wieder, da es an den folgenden Tagen jeweils eine andere deftige Variante gab, wie zum Beispiel Fischcurry mit vielen Gräten und dazu ein flaches Ei, das von beiden Seiten gebraten war.

Am nächsten Tag folgte Linsendahl mit zwei verschiedenen Arten von Pfannkuchen, dazu Kokossambal und ein Plain Omelette.

Zu meinem Geburtstagsfrühstück hatte man mir, sehr lieb gemeint, eine Torte aus drei runden Lagen trockenem weißem Reis gebastelt. Dazu gab es angeschmorte Zwiebeln und Fisch ohne Sauce. Mehr als die oberste Lage konnten wir jedoch nicht essen. Dafür lag auf dem Tisch der Schriftzug "Happy Birthday" aus Wassermelonenschale, und es gab einen Holzrahmen mit dem Hotellogo sowie einem ausgedruckten Bild von uns, das ich vorab per WhatsApp geschickt hatte.

Zum Abschluss des Frühstücks wurde stets eine Tasse Kaffee oder Tee nach Wunsch serviert.





Kulinarisches

Abendessen und Mittagessen wurden im Restaurant serviert, wobei uns die Köchin ziemlich oft zusah. In ihrer Vorstellung stand sie wahrscheinlich bereit, um Fragen zu den Gerichten zu beantworten und zu schauen, ob es uns schmeckt. Wir kamen uns hier jedoch ein bisschen beobachtet vor und fühlten uns wie im Loriot-Sketch "Der Herr isst eine Kalbshaxe".

Am letzten Abend hatte man für uns und ein englisches Paar, das ebenfalls am Folgetag abreiste, ein Dinner im Garten zwischen Pool und Meer angerichtet. Dort wurden zwei Tische mit Kerzen aufgebaut und die Speisen dorthin gebracht. Eine nette Idee, die wir sehr genossen haben. Dank der mitgebrachten Taschenlampe konnten wir glücklicherweise auch die Gräten im frisch gegrillten Fisch finden und entfernen.

Sowohl zum Mittag- als auch zum Abendessen gab es immer fünf Gänge. Als Erster wurde meist getrocknetes oder frittiertes Gemüse mit Tamarindensauce serviert. Ein weiterer Gang war Salat, gefolgt von einer Tasse Suppe. Ob Zwiebel-, Knoblauch-, Korn-, Pilz- oder Kartoffelsuppe, sie basierten immer auf der gleichen hellen Grundlage und waren gut gewürzt. Es folgte ein Schnapsglas mit Sorbet, wobei die Sorten aus gefrorenem Fruchtsaft ständig wechselten. Die Salate waren unser persönliches Highlight, sie alle waren sehr lecker und hätten uns in größeren Portionen teilweise schon als Mittagessen gereicht.

Hier wird eine organische, gesunde Küche geboten, die überwiegend lokale und biologische Zutaten mit Fokus auf eine ayurvedisch inspirierte Ernährung nutzt. Es gab reichlich zu essen, und wir lernten viele Gerichte sowie Gemüsesorten kennen, die man anderswo so nicht findet. Man konnte sich also quer durch das Angebot auf den Tellern probieren, und was nicht schmeckte, wurde einfach liegen gelassen.

Oft fanden sich Bestandteile im Essen wie Gräten, Schalen oder Stängel, die man nicht mitessen konnte. Das haben wir später auch noch so manches Mal erlebt, es ist wie bei uns die Nelke im Rotkohl oder das Lorberblatt im Schmorgericht. Manche Gerichte haben uns hingegen begeistert und waren einmalig. So hatten wir einen tollen Salat aus Bittergurken, mit Spinat gefüllte Tintenfische, eine Sri-Lanka-Lasagne mit Kartoffeln und Hühnchen sowie ein leckeres Curry aus Jackfruitsamen, die geschmacklich an Maronen erinnerten.

Andere Speisen, wie der harte und trockene Fisch oder die festen Turkey-Berries, konnten uns nicht so recht überzeugen.

Teilweise fantastisch waren die Nachspeisen. Während uns das selbstgemachte Eis im Schnapsglas gar nicht zusagte, wird uns der Kokoskuchen mit Gewürzen, der wunderbar weich wie ein guter Lebkuchen schmeckte, noch lange in Erinnerung bleiben.

Zum Essen trank man Wasser, das aus Porzellankannen immer wieder nachgeschenkt wurde. Etwas anderes wurde leider gar nicht erst angeboten, und eine Getränkekarte bekamen wir hier nie zu Gesicht. Ich habe mir manchmal eine kleine Limette hineingetan, um dem Wasser zum Essen eine andere Geschmacksnote zu verleihen.




Fazit

Unterkunft, Service und Essen waren gut, die einsame Lage entsprach ganz unserem Geschmack. Trotzdem am Ende nicht unser Lieblingshotel auf Sri Lanka.

Im Januar 2026 waren wir drei Nächte hier.

Hier ist ein Link zur Webseite der Unterkunft Ravana Garden.

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