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| Reisfelder |

Da das Hotel Ravana Garden ziemlich einsam an der wilden Küste liegt, haben wir uns gerne im Hinterland aufgehalten und sind besonders am frühen Morgen entlang der Reisfelder spazieren gegangen. Am Nachmittag sind wir dann lieber am Strand entlanggelaufen oder haben den Ussangoda Nationalpark besucht, eine ganz besondere und seltene Landschaftsform in Sri Lanka, die ebenfalls fußläufig erreichbar war.
Ein Spaziergang durch das Hinterland der srilankischen Südküste führt uns in eine Welt, in der das tiefe Grün der Reisfelder fließend in das stille Wasser der verzweigten Kanalsysteme übergeht. Bauern arbeiten auf den Feldern, sie kommen meist mit dem Fahrrad oder Motorrad hierher. Während sie auf den schmalen Pfaden zwischen den Parzellen wandern, blieben wir auf dem Hauptweg, der erst ein Stück der Küstenlinie folgt und dann ins Landesinnere schwenkt. Viel Verkehr herrscht hier nicht, da die Straße kaum für Autos geeignet ist, weshalb hier meist nur Motorräder oder Tuk-Tuks unterwegs sind.
Entlang der wassergefüllten Kanäle erleben wir eine beeindruckende Vielfalt an Vögeln, die in diesem fruchtbaren Ökosystem ihre Heimat finden. Besonders faszinierend ist die Präsenz der verschiedenen Eisvogelarten, die an den Ufern auf Beute lauern. Der Common Kingfisher ist ein kleiner, flinker Jäger mit leuchtend blauem Rücken, den wir oft nur als blitzartigen Schimmer über der Wasseroberfläche wahrnehmen.
Der Braunliest, auch White-throated Kingfisher genannt, ist ein überall vertretener, auffälliger Vogel. Mit seinem schokobraunen Gefieder und den leuchtend türkisblauen Flügeln ist er oft auf Stromleitungen oder Zaunpfählen zu finden, von wo aus er nicht nur Fische, sondern auch Insekten im Feld erspäht.
Hier sahen wir zum ersten Mal in Sri Lanka auch die schwarz-weißen Pied Kingfisher, die wir bereits aus Südafrika kennen. Wir beobachten einen dabei, wie er rüttelnd in der Luft über dem Kanal verharrt, bevor er im perfekten Sturzflug ins Wasser eintaucht.
In den ufernahen Bäumen und Schilfgürteln entdecken wir die kunstvollen Bauten der Webervögel. Ihre hängenden Nester, die wie filigrane, aus Gras gewobene Körbe an den Zweigen baumeln, zeugen von einer architektonischen Meisterleistung der kleinen Bewohner. Leider waren sie zu dieser Jahreszeit verlassen, da gerade keine Brutzeit war.
Selten zeigte sich die scheue Weißbrust-Kielralle, dafür gab es viele Bienenfresser und natürlich überall Pfaue. Als stolze Wächter der Felder schreiten sie majestätisch durch das Grün. Ihr lauter, markanter Ruf hallt weit über das Flachland und erinnert daran, wie wild und unberührt diese Kulturlandschaft geblieben ist.












Inmitten der Reisfelder bewegen sich zahlreiche kleine Körnerfresser, die in Schwärmen durch das reifende Getreide ziehen. Mit etwas Geduld lassen sie sich auf den Zäunen und Büschen am Feldrand nieder, so dass wir sie dort gut fotografieren konnten.
Diese winzigen Sperlingsvögel und Astrilde huschen geschickt zwischen den Halmen umher, um sich an den Sämereien gütlich zu tun.
Die Perlhalstaube (Spilopelia chinensis), im Englischen als Spotted Dove bekannt, zählt zu den am häufigsten anzutreffenden Vögeln in den Kulturlandschaften und Gärten Sri Lankas. Sie gehört zur Familie der Tauben und ist besonders für ihr sanftes Wesen sowie ihren charakteristischen Ruf bekannt. Das auffälligste Merkmal ist das breite, schwarze Band im Nacken, welches mit feinen weißen Punkten übersät ist und ihr diesen Namen eingebracht hat.
In den weitläufigen Reisfeldern und an den sumpfigen Rändern der Kanäle im Hinterland der Südküste begegnen wir regelmäßig zwei markanten Kiebitzarten. Diese Vögel sind für ihr wachsames Verhalten und ihre auffälligen Rufe berühmt, die oft schon aus großer Entfernung zu hören sind.
Hier am Feld ist es meistens der Rotlappenkiebitz (Red-wattled Lapwing). Er hält sich bevorzugt auf trockeneren Abschnitten innerhalb der Reisfelder oder auf den Dämmen auf, wo er nach Insekten und kleinen Wirbellosen pickt.
Etwas seltener und unauffälliger als sein Verwandter ist der Gelblappenkiebitz (Yellow-wattled Lapwing). Dieser Vogel bevorzugt trockenere, offene Graslandschaften und Brachflächen, weshalb man ihn eher im Ussangoda Nationalpark antrifft.
Natürlich lassen sich beim Spaziergang auch diverse Reiherarten, Adler, Weihen und Kormorane beobachten.















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