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Elements Beach & Nature Resort

Nach anstrengenden Safaris im Wilpattu-Nationalpark hatten wir uns für das Ende des Urlaubs für ein paar Tage Ruhe und Strand an der Westküste Sri Lankas entschieden. Man hätte hier auch noch einige Ausflüge machen können, aber wir haben die drei Tage nur gefaulenzt und die Umgebung genossen.

Einzige Aktion war eine wunderschöne Tour am Morgen mit dem Boot zu den Delfinen, die sich in dieser Jahreszeit vor der Küste besonders gut beobachten lassen.

Das Elements Beach Resort stellt eine exklusive Oase dar, die europäische Präzision mit dem entspannten Lebensgefühl der Tropen verbindet. Unter Schweizer Leitung geführt, hebt sich das Resort durch einen kompromisslosen Qualitätsstandard ab, der sich in der Architektur, dem Service und auch in der Gastronomie widerspiegelt. Die Handschrift der Betreiber zeigt sich in einer durchdachten Organisation und einer Detailverliebtheit, die in dieser Region oft ihresgleichen sucht. Was auch dazu führt, dass sich das Preisniveau eher an den meist aus Europa stammenden Gästen als an lokalen Maßstäben orientiert und alle Preise hier in Euro ausgewiesen sind. Nicht vergessen, dass am Ende darauf noch Steuern und 10% Service Charge erhoben werden.

Das Resort und die dazugehörige Kiteschule stehen unter der Leitung des Schweizers Marcel Bobay. Die Schule ist auf Kitesurfen und Wingfoilen spezialisiert und nutzt die optimalen Windbedingungen der Kappalady-Lagune. Das Team hier besteht aus erfahrenen Lehrern, die oft aus der lokalen Gemeinschaft stammen und durch Marcel ausgebildet oder gefördert wurden. Es gibt zwei Hauptwindzeiten: Von Mai bis September weht ein kräftiger Südwestwind, während von Dezember bis März der Nordostwind zuverlässig bläst. In der Kitesurf-Saison sind die Besucher eher auf den Sport fixiert als bei unserem Aufenthalt.

Marcel Bobay kam ursprünglich im Jahr 2004 als Pilot für Sri Lankan Airlines ins Land. Geplant war ein einjähriger Aufenthalt, doch die Leidenschaft für die Region und den Wassersport führten dazu, dass er blieb und 2012 das Elements eröffnete.

Er gilt als einer der Pioniere des Kitesurfens in dieser Region. Ein historischer Meilenstein war die Eröffnungsfeier des Resorts im Februar 2012, die von der ersten Kitedurchquerung der Adams Bridge, der Inselkette zwischen Indien und Sri Lanka, begleitet wurde.

Sri Lanka Logo

Das Hotel ist in der Region vor allem für den Fokus auf Nachhaltigkeit und Naturnähe bekannt. Man setzt sich hier stark für den Umweltschutz vor Ort ein, durch Mülltrennung und den Verzicht auf schwere Maschinen am Strand, und pflegt einen sehr persönlichen, familiären Führungsstil. Alle Mitarbeiter waren ausgesprochen nett und freundlich.

Überall im Resort findet man natürliche Materialien und das Farbkonzept mit Türkis und Weiß. Auf den Rasenflächen grasen wilde Esel und auch ein paar Pferde, die man für Ausritte mieten kann.

Geografisch profitiert das Elements Beach von einer privilegierten Lage an einem noch weitgehend unberührten Küstenabschnitt, der fernab des Massentourismus liegt. Der flach abfallende, weitläufige Strand bietet ideale Bedingungen für ausgedehnte Spaziergänge. Das Resort fügt sich dabei harmonisch in die Küstenvegetation ein und bietet seinen Gästen ein hohes Maß an Privatsphäre, während das Rauschen des Indischen Ozeans die ständige Kulisse für einen Aufenthalt bildet.

Der Infinity-Pool im Elements Beach & Nature Resort wurde so gestaltet, dass er sich harmonisch in die naturbelassene Umgebung zwischen Strand und Lagune einfügt. Er liegt leicht erhöht inmitten eines Palmengartens. Es stehen einige Liegen zur Verfügung, die bei unserem Aufenthalt aber tagsüber mit Handtüchern belegt waren. Liegen konnten wir hier nicht, denn das locker Knüppeldach darüber spendete nicht genug Schatten, wenn die tropische Sonne am Nachmittag zu intensiv wird. Wir waren meist am frühen Morgen oder am Abend schwimmen, da hatten wir den Pool für uns alleine.





Lage

Die Halbinsel Kalpitiya an der Nordwestküste Sri Lankas hat sich in den letzten Jahren von einem verschlafenen Fischerort zu einem der bedeutendsten Reiseziele für Natur- und Wassersportliebhaber entwickelt. Sie trennt den Indischen Ozean von der riesigen Kalpitiya-Lagune und bietet eine Landschaft, die durch Kokosplantagen, Salzpfannen und weitläufige Sandstrände geprägt ist. In der Gegend haben wir viel mehr Kirchen und Moscheen gesehen als sonst auf Sri Lanka.

Die Surf- und Kiteschule und das Elements Beach & Nature Resort befinden sich direkt am Kappalady-Strand und der angrenzenden Lagune, einem der besten Flachwasserspots Sri Lankas. Von Wilpattu fährt man knapp zwei Stunden über Puttalam. Die Fahrt zum internationalen Flughafen in Katunayake führt 129 Kilometer entlang der Westküste Richtung Süden, man braucht gut drei Stunden dafür.

Vom Einganstor bis zur Rezeption fährt man auf dem großen Gelände noch einige huntert Meter, unser Fahrer war sehr beeindruckt. Der Check-in verlief reibungslos, schnell war unser Gepäck im Haus, und es wurde uns alles persönlich gezeigt.

Zum Check-out am Abreisetag fragten wir nach einer Verlängerung, da unser Flug erst nach Mitternacht abhob. Wir durften bis 14:00 Uhr im Zimmer bleiben.

Wir gingen noch Mittagessen, danach zogen wir aus, packten alle Flugklamotten in eine extra Tasche zum Umziehen, um die letzten vier Stunden auf der Dachterrasse über dem Restaurant zu vertrödeln. Dort erfuhren wir dann, dass wir noch länger im Zimmer hätten bleiben können, da Gäste aufgrund des Kriegsausbruchs im Iran gar nicht kamen. Da hätten wir uns einigen Stress sparen können, denn als wir wieder zurück zum Zimmer kamen, war das schon komplett gemacht. Hätte man uns etwas eher Bescheid gesagt, hätten wir am Ende vor der Abholung noch mal duschen und so ganz entspannt noch einen letzten vollkommenen Tag genießen können.

Der Preis für den vermittelten Fahrer zum Flughafen war sehr fair, die drei Stunden Fahrt sollten 20.000 LKR kosten. Da die Fahrt anstrengend war, besonders in der Dunkelheit und dazu noch nüchtern im Ramadan, gab es am Ende am Airport noch ein verdientes dickes Trinkgeld für den Fahrer, der sich das Fahren mit seinem Bruder teilte.




Zimmer

Das Elements Beach Resort verfügt über insgesamt 18 Wohneinheiten, die sich in drei verschiedene Kategorien unterteilen. Alle Unterkünfte liegen weit verstreut auf der Anlage und wurden so konzipiert, dass sie durch eine natürliche Belüftung und den Einsatz von regionalen Materialien wie Kokosnussholz und Palmblättern ein angenehmes Raumklima schaffen. Da hier mit Solarenergie gearbeitet wird, sucht man Klimaanlagen und Haartrockner vergebens.

Die sieben Beach-Villen sind die hochwertigste Kategorie und liegen direkt in der ersten Reihe zum Strand. Sie sind mit etwa 60 m² großzügig geschnitten, verfügen über ein halboffenes Badezimmer, das in einen privaten kleinen Garten integriert ist, und eine große Veranda mit direktem Meerblick.

Die sechs Reef-Zimmer sind in einem zweistöckigen Gebäude untergebracht und stellen die preislich attraktivste Option dar. Die oberen Zimmer bieten einen schönen Ausblick über das Riff und die Lagune, während die unteren Zimmer einen direkten Zugang zum Garten haben. Aufgrund ihrer Struktur eignen sie sich gut für Alleinreisende oder Kitesurfer, die funktionalen Komfort suchen.

Wir hatten uns für eines der fünf Lagoon-Chalets entschieden, davon gibt es drei viereckige und zwei runde. Sie bieten ebenfalls viel Privatsphäre und einen Blick in Richtung der Lagune. Wir bekamen eines der runden, die Nummer 4. Leider wurde am direkt gegenüberliegenden Ufer gerade neu gebaut. Das war tagsüber nicht besonders laut, ist aber auch in Zukunft leider optisch störend. Lauter als die Bauarbeiten waren die vier Kiebitze, die im Schilf vor dem Zimmer wohnten und ständig Alarm machten. Dafür konnten wir hier am Abend in der Dämmerung viele Glühwürmchen beobachten, ein ganz besonderes Erlebnis.

Deutlich zu hören waren auch die Gebetsrufe der umliegenden Moscheen. Bei der Abreise kamen wir einen halben Kilometer entfernt an einer vorbei, ein kleines Gebäude, etwa so groß wie 3 Garagen mit einem 4 Meter hohen Mini-Turm. Dafür oben drauf eine Lautsprecheranlage mit großen Blechtrichtern, die sonst so auf alten Reklame-TukTuks herumfahren.

Die Chalets betonen den rustikalen Eco-Chic des Resorts mit Fokus auf Nachhaltigkeit und natürliche Materialien. Schön ist der Außenbereich mit bequem gepolsterten Sitzbänken, zwei Liegestühlen und einer Hängematte. Man hat sogar einen eigenen kleinen Steg an der Lagune, der für die Liegestühle aber ziemlich klein ist.

Die Böden sind aus poliertem Zement, so wie wir es lieben. Sie sorgen für Kühle, während Dächer aus getrockneten Palmblättern und Möbel aus massivem Kokosnussholz eine schöne Atmosphäre schaffen.

Um die Meeresbrise optimal zu nutzen, sind die Chalets nach dem Prinzip der natürlichen Belüftung gebaut. Große Fensterfronten, kleine Klappen, die man öffnen kann, und hohe Decken lassen die Luft zirkulieren.

Im Zentrum steht ein großzügiges Doppelbett, das mit einem schönen Moskitonetz rundum ausgestattet ist. Das braucht man auch, denn die Lüftungsöffnungen rundum haben zwar ein grobes Netz gegen Vögel und Kleintiere, für Mücken ist das aber kein Hinderniss. Die Bettwäsche besteht aus feiner Baumwolle, um den tropischen Temperaturen gerecht zu werden. Zwei weitere Betten befinden sich oben auf einer Empore für mitreisende Kinder. Statt Plastikflaschen findet man im Zimmer meist wiederauffüllbare Glasflaschen.

Ein besonderes Highlight ist das halboffene Badezimmer. Die Dusche befindet sich unter freiem Himmel in einem privaten, von Mauern umgebenen Minigarten, was das Duschen unter Palmen und Bougainvilleas oder dem Sternenhimmel ermöglicht. Es gibt viele Handtücher, auch für den Pool.






Frühstück

Am Morgen bekommt man schon Kaffee und Bananen, wenn man eine Delfintour gebucht hat. Das Frühstück wird als Buffet von 8:00 Uhr bis 10:00 Uhr serviert, bleibt aber stehen, da man von dieser Tour erst kurz danach der nominellen Schließung zurückkommt.

Das Buffet ist reichhaltig und bietet eine Mischung aus westlichen Klassikern und authentischen srilankischen Spezialitäten. Es steht immer jemand dahinter, der die Töpfe öffnet oder etwas anreicht. Es gibt meist eine Auswahl an verschiedenen Brotsorten, Eierspeisen werden frisch nach Wunsch zubereitet, dazu Joghurt, frische Früchte, Süßes und Käse.

Täglich stehen hier auch traditionelle Gerichte wie Dhal-Curry, Pol Sambol und Currys bereit, die einen herzhaften Start in den Tag ermöglichen.

Der Kaffee hier ist sehr gut und kommt in allen nur denkbaren Formen aus der hochwertigen Siebträgermaschine. Was uns besonders gut gefiel: Man konnte sich alles Mögliche, was sonst auf der Getränkekarte steht, ohne Aufpreis ordern, egal ob Cappuccino, frisch gepresste Säfte von verschiedenen Früchten oder zu unserer großen Freude auch Kokosnüsse.

Die grünen Kokosnüsse standen auch auf der Barkarte. Ein frischer Kokosnuss-Drink, sogar King Coconut, am Straßenrand kostet ca. 150 bis 250 LKR, die hiesigen Euro-Preise plus Zuschläge waren umgerechnet ca. 970 LKR pro Nuss, die hier im Garten auf den Bäumen wächst. Typisch für die exklusive Hotellerie in Sri Lanka, da hier Service, Ambiente und die oben berechneten Steuern und Servicecharge den Preis treiben.




Kulinarisches

Das Herzstück der Anlage ist das Barefoot Restaurant namens "Reelif Beach Club & Café", das seinem Namen alle Ehre macht und zu unbeschwertem Genuss auf einem Boden aus feinem Sand einlädt. Hier verschmelzen fangfrische Meeresfrüchte und lokale Zutaten mit internationaler Kulinarik zu Crossover-Gerichten, die in einer Atmosphäre von rustikaler Eleganz serviert werden. Der Verzicht auf förmliche Etikette unterstreicht den naturnahen Charakter des Resorts, ohne dabei den Anspruch an eine erstklassige Küche zu vernachlässigen.

Mittags isst man hier à la carte, und das Angebot ist vielfältig. Besonders begeistert hat uns der hervorragende, nur leicht angebratene und fast noch rohe Thunfisch mit Sojasauce, eine große Portion mit Salat, die satt machte.

Am späten Nachmittag ist die Bar der ideale Ort für einen Sundowner. Da das Resort an der Westküste liegt, kann man von hier aus die Sonnenuntergänge über dem Indischen Ozean beobachten. Dazu gibt es eine Cocktailkarte mit einigen ausgefallenen Drinks. Wir haben jeden Abend etwas anderes probiert, besonders der Arrack Sour hat uns gefallen. Arrack ist die Nationalspirituose Sri Lankas, die aus dem vergorenen Saft (Toddy) der Kokospalmenblüte destilliert wird. Er hat eine goldene Farbe und ein Aroma, das irgendwo zwischen Rum und Whisky liegt. Ein klassischer Arrack Sour wird mit Zitronensaft, Zucker und oft einem Schuss Eiweiß geschüttelt, die perfekte lokale Alternative zum Pisco Sour oder Whiskey Sour. Der teuerste Cocktail kostete 10,50 Euro plus 31,5 %, also 13,81 Euro.

Ab 19:00 Uhr nimmt man dann an den Tischen Platz und bedient sich wieder am Buffet, diesmal mit Fisch, Fleisch, Reis, Nudeln und diversen Currygerichten. Jeden Tag gibt es etwas anderes, am ersten war es Thunfisch, dann Huhn, Calamari-Ringe oder Fischcurry. Alles lecker, leider sehr europäisch gewürzt. Man konnte mit roter Chili nachwürzen, aber das ist ja nicht das Gleiche wie scharf gekocht.

Es herrscht eine sehr entspannte, unaufgeregte Stimmung. Auch die Besitzerfamilie isst hier regelmäßig mit.

Am Ende haben wir für alle Restaurant-Extras, also zweimal Mittagessen, viermal Abendessen, Cocktails und Getränke, 214,59 Euro netto bezahlt. Hinzu kamen 1 % Tourism Development Levy (TDL), 18 % Value Added Tax (VAT), 2,5 % Social Security Contribution Levy (SSCL) und 10 % Service Charge, was den ursprünglichen Preis um gut 31,5 % erhöht, also insgesamt 282,19 Euro.



Fazit

Eine schöne Unterkunft direkt am Strand zum Wohlfühlen, für uns der perfekte Abschluss einer aufregenden und manchmal anstrengenden 7-wöchigen Reise.

Im März 2026 waren wir vier Nächte hier.

Hier ist ein Link zur Webseite vom Elements Beach & Nature Resort.

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