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Im schönen Elements Beach & Nature Resort haben wir gleich nach der Ankunft eine Delfintour gebucht. Denn in den Wintermonaten von November bis April lassen sich hier oft hunderte von Spinner-Delfinen gleichzeitig beobachten. Das Hotel besitzt zwei eigene Boote, die je nach Gruppengröße verwendet werden. Sie liegen am Sandstrand und werden am Morgen aufs Wasser gezogen. Beide haben ein Schattendach zum Aufstellen, so dass man nicht in der prallen Sonne sitzt, und an Bord gibt es viel Platz zum Bewegen.
Wir sollten um 7:30 Uhr im Restaurant sein, wo wir erst einmal in Ruhe einen Kaffee trinken konnten und mit Bananen versorgt wurden. Ganz entspannt ging es dann zum Boot, insgesamt waren wir an diesem Tag sechs Gäste. Zuerst wurde für die Naturschutzsbehörde ein Foto der Teilnehmer mit Lizenznummer des Bootes gemacht. Dann ging es in schneller Fahrt hinaus auf die offene See. Unterwegs sahen wir ein paar Fischerboote.
Eine Bootstour vor der Küste Kalpitiyas bietet ein beeindruckendes Naturerlebnis, das sich durch seine relative Ruhe deutlich von den touristisch überlaufenen Regionen im Süden unterscheidet. Mit unserer kleinen Gruppe an Bord ermöglichte die Ausfahrt eine beinahe private Atmosphäre, um die Spinner-Delfine in ihrem natürlichen Element zu beobachten. Zwar näherten sich im Laufe des Ausflugs auch andere Boote aus der Richtung von Kalpitiya, doch die Anzahl blieb weit hinter den Massen zurück, die man üblicherweise in Mirissa antrifft. Wir zählten außer uns nur noch etwas verteilt 14 andere Boote, und auch die waren nicht alle voll besetzt, was den Moment weitaus authentischer und weniger störend für die Tiere gestaltete.
Die Spinner-Delfine machten ihrem Namen alle Ehre, auch wenn sich ihre akrobatischen Höchstleistungen als echte Herausforderung für die Fotografie herausstellten. Diese Tiere sind für ihre charakteristischen Sprünge bekannt, bei denen sie sich bis zu siebenmal um die eigene Körperachse drehen, bevor sie wieder ins Wasser eintauchen. Diese Drehungen dienen vermutlich der Kommunikation innerhalb der Gruppe oder helfen den Tieren, Parasiten loszuwerden. Da diese Bewegungen jedoch blitzschnell und oft unvorhersehbar erfolgen, erfordert ein scharfes Foto nicht nur eine kurze Verschlusszeit, sondern auch eine große Portion Glück.
Im Wasser bewegen sich die Delfine mit einer faszinierenden Eleganz und Geschwindigkeit, die durch ihren perfekt stromlinienförmigen Körper ermöglicht wird. Sie gleiten oft in synchronen Formationen knapp unter der Oberfläche und nutzen sogar die Druckwelle des Bootes, um beim sogenannten Bow Riding ohne großen Kraftaufwand voranzukommen.
Spinner-Delfine sind hochgradig soziale Wesen, die in Schulen von mehreren Dutzend bis hin zu hunderten Individuen leben. Innerhalb dieser Verbände pflegen sie engen Körperkontakt und kommunizieren ständig über ein komplexes System aus Klick- und Pfeiftönen. Wir waren begeistert, so viele hatten wir noch nie gesehen. Das Wasser brodelte richtig, und man wusste gar nicht, wo man zuerst hingucken sollte. Überall rundum glitten Schulen durch die Wellen.












Der Lebensrhythmus dieser schnellen Tiere ist eng mit den Tageszeiten verknüpft: Während sie die Nacht meist in tieferen Gewässern verbringen, um Jagd auf Fische und Tintenfische zu machen, ziehen sie sich in den Morgenstunden in die flacheren Küstengewässer zurück. Hier ruhen sie sich aus, pflegen soziale Kontakte und zeigen jene spielerischen Verhaltensweisen, die Beobachter bei so einer Tour immer wieder sehr faszinieren.
Die Begegnung mit diesen freien, energiegeladenen Tieren vor der Kulisse der glitzernden See bleibt ein unvergesslicher Höhepunkt unserer Reise an die Nordwestküste Sri Lankas.
Um die schnellen und oft unvorhersehbaren Bewegungen der Spinner-Delfine einzufangen, sind gute Kameraeinstellungen und Schnelligkeit entscheidend. Da die Tiere nur für Bruchteile einer Sekunde aus dem Wasser auftauchen, bleibt kaum Zeit, und so hat man meist nur den Rücken auf dem Bild. Mal eine Schnauze zu fotografieren ist schon Königsklasse, insgesamt war das Ganze ziemlich anstrengend. So hörten wir irgendwann auf und genießen nur noch den wunderschönen Anblick.
Nach gut zwei Stunden waren wir dann wieder zurück und düsten mit viel Tempo direkt auf den Sandstrand. Jetzt war der Hunger ebenso groß wie die Begeisterung, und das leckere Frühstücksbuffet wartete noch auf uns. Der perfekte Beginn für einen schönen, heißen Tag.
Bezahlt haben wir für diese Tour für zwei Personen 65,86 Euro plus 1% TDL, 18% VAT, 2,5% SSCL und 10% Service Charge - also insgesamt 86,61 Euro.
Im Zimmer angekommen warteten dann ca. 1600 misslungene Bilder darauf, von Laptop gelöscht zu werden.

















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